Offene Türen – Gemeinde Gera Studienreise Deutschland



Artikel, Szerző: Laszlo Szabo - April 02. 81

Offene Türen – Gemeinde Gera

In der Gemeinde ist uns wohl auf beiden Studienfahrten das ausgeprägteste Missionskonzept begegnet. Während bei allen anderen Projekten in Deutschland sich die Angebote und Programme gehäuft haben, ohne jedoch sinnvoll aufeinander aufgebaut zu werden, haben wir in Gera ein Konzept kennen gelernt, dass die Angebote, sowohl nach Zielgruppe, als auch nach Grad des Glaubens aufeinander aufbaut und abstimmt. Andreas Erben, der Pastor der Gemeinde, hat es geschafft aus einer fast toten Gemeinde in über 10 Jahren Arbeit, eine Gemeinde zu formen, die wächst und neue Menschen erreichen kann. So finden Angebote auf unterster Stufe statt, wie gemeinsamer Sport oder Kochen, die nur dazu dienen, Gemeinschaft zu haben und einen ersten Kontakt mit dem Haus herzustellen. Hier ist auch die von Andreas Erben gegründete Lebensschule einzuordnen, die aus Vorträgen über alltägliche Probleme, wie z.B. Depressionen, Burnout, Süchte etc., besteht, und durch die viele Menschen in der Stadt angesprochen werden. Hier läuft auch viel Werbung z.B. über Zeitungen. Auf den nächsten Stufen befindet sich dann der „Glaubensgrundkurs“, für alle, die bereit sind Fragen zu stellen und darauf folgend eine „Kontaktgemeinde“, für alle, die noch nicht bereit sind für den normalen Gottesdienst, aber bereits anfangen einen eigenen Glauben zu entwickeln. Erst dann werden die neu erreichten mit dem eher traditionellen und konservativen Gottesdienst konfrontiert und in ihn integriert. 

Dieses Konzept ist so ausgereift und durchdacht, dass es trotz der extrem atheistischen Umgebung funktioniert und Früchte trägt. Die Menschen kommen zu den Grundprogrammen und sind bereit auch die nächsten Stufen zu entdecken. So kann mit wenigen, aber gezielt ausgerichteten Projekten Gemeindewachstum entstehen, Kräfte werden lokalisiert und eine authentische Umgebung geschieht. Die neuen Gemeindemitglieder, die sich für eine Taufe entschieden haben, beginnen, die alten zu verändern, sodass ein neues Miteinander entsteht und die Gemeinde sich verändert.


 
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